Wie alles begann

Zur Entstehung unserer Artus-Loge

Artus oder Arthur war ein sagenhafter Herrscher der britischen Kelten im 6. Jahrhundert und ihr Führer gegen die Sachsen.

Er war Ausgangspunkt vieler Heldensagen (im 12. Jahrhundert in Nordfrankreich literarisch nachgestaltet) und residierte nebst seiner Gemahlin Ginevra (Ghendhuywar) zu Caerileon am Usk in Wales mit glänzendem Hofstaat, dessen Mittelpunkt 12 der tapfersten Ritter waren (Artus-Tafelrunde). Ihre Abenteurer sind in den Dichtungen von Erec, Lancelot, Iwein, Pazival, Tristan usw. geschildert.

Zum jahrhundertewährenden Entzücken der poesiefreudigen Welt Europas gab und gibt es die Geschichten von König Artus und den Rittern seiner Tafelrunde, die in englischer, französischer, deutscher, italienischer Sprache und auch in den nordischen und slawischen Sprachen erzählt wurden. Die umfassendsten Darstellungen der Sage sind in den großen Prosaromanen Frankreichs aus dem 13. Jahrhundert zu finden, und auf ihnen beruht die schönste Artus-Dichtung des ausgehenden Mittelalters von Thomas Malory (gest. 1471) „… es ist in der ganzen Welt nur allzu bekannt, daß es neun ruhmvolle Könige gibt, die die edelsten von allen waren, nämlich drei Heiden, drei Juden und drei Christen“; und Artus ist der erste der drei Christen, die seit der Fleischwerdung in die Zahl der neun besten und würdigsten eingereiht wurden.

Manche Leute sind der Ansicht, daß es diesen ruhmvollen König und Herrscher gar nie gegeben hat und daß seine in allen Landen angesiedelten Abenteuer, seine Taten der Menschlichkeit, des Edelmuts und der Ritterlichkeit bloße Erfindungen seien. Doch – so heißt es – gibt es Beweise vom Gegenteil: wo die Küste Cornwalls im Westen steil abfällt, hört man noch heute, angesichts der Trümmer einer Burg: das ist Tingatil, König Artus` „Burg“. Und im Kloster der grauen Brüder bei Newgale sei sein Grabmal zu sehen.

Weitere Erzählungen findet man auch im „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach in der Prosaübertragung von Wilhelm Stapel.

Angeregt und sehr beeindruckt durch die Literatur, die sich mit König Artus beschäftigt, haben sich die Brüder in Köln im März des Jahres 1966 zu dem Namen „ARTUS“ bekannt.

Verfasser: Heinz Dohmann, Artus-Loge, Köln 1966

Quelle: „Der Druide“, Amtliche Zeitung des Deutschen Druiden-Ordens V.A.O.D, 101. Jahrgang, Nr. 11, Seite 221

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